Mein Name ist Matthias Brömmelhaus, aber das tut eigentlich nichts zur Sache. Was die Anklage der Schreibtäterschaft angeht, bekenne ich mich schuldig. Das ganze Geständnis lesen...
Kaum bin ich mal ein paar Tage nicht hier, landet ein Buch meines Alter Ego Béla Bolten auf der Leseliste von @sinnundverstand Viel Spaß!13:54 Uhr, 16.05.13
Kaum bin ich mal ein paar Tage nicht hier, schon wird eins meiner Bücher empfohlen. Danke @mikelbower13:52 Uhr, 16.05.13
Was wurde vor der Fußballweltmeisterschaft nicht alles geschrieben, gesendet und gemutmaßt über den Wahnsinn, ein solches großes Sportereignis nach Südafrika zu vergeben. Die Spiele würden in Kriminalität, Gewalt und Chaos untergehen. Und jetzt? Das einzig Traurige ist die Tatsache, dass sich vielleicht keine einzige Mannschaft vom schwarzen Kontinent für das Achtelfinale qualifiziert. Obwohl: Vielleicht erlebt ja auch die deutsche Mannschaft morgen ihr blaues Wunder am Kap und Ghana ... Warten wir‘s ab. Da musste in den letzten Tagen schon ein Streik der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma herhalten, um wenigstens etwas vom liebgewonnenen Afrikabild zu retten. Und weil alles schöner ist, als es sein darf, greifen viele zum Schluss in die koloniale Mottenkiste. Hätte man das viele Geld für die Stadien nicht besser für Schulen und Krankenhäuser ausgeben sollen? Da ist es wieder, das Klischee vom armen Afrikaner, der sich gefälligst um sein Elend kümmern soll, bevor er sich und anderen Spaß und Freude bereitet. Afrika, der ewige Kontinent der drei K: Kriege, Krankheiten, Korruption! Die neuen Stadien seien nur »white elephants« - zwar schön anzuschauen, aber zu nichts zu gebrauchen? Die richtige Antwort darauf gab Desmond Tutu: »Weiße Elefanten? Na und!« Vermutlich wird sich Südafrika tatsächlich nicht leicht tun, die neuen Stadien einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen. Schließlich nutzt man die WM-Stadien in Korea heute für Flohmärkte und verfallen viele der EURO-Stadien von 2004 in Portugal. Wer regt sich darüber auf? Genau!
Ich finde diese WM wunderbar. Nicht wegen des oftmals enttäuschenden Fußballs, sondern wegen des neuen Blicks auf einen großartigen Kontinent. So viel Afrika war nie in den Medien. Vor allem: so viel fröhliches, tanzendes Afrika. Manchmal wünscht man sich fast ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit. Aber dafür ist ja auch nach der WM noch Zeit. Jetzt wird musiziert, gesungen, gelacht - gab es bei irgendeiner Eröffnungszeremonie eines Weltereignisses jemals so ein Lachen, wie das von Desmond Tutu? - getrommelt, gefeiert und .... getrötet. Wenigstens einen Aufreger brauchen wir nun wirklich hier in Europa.
Ach ja: Anstatt der Coverversion von Shakira könnte ruhig hin und wieder »Waka Waka« in der Originalversion der kamerunischen Band Zangalewa gespielt werden:
Aufgenommen: Jun 24, 02:54