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    <title>Schreibtäter - Der Täter schreibt</title>
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    <description>Meine Name ist Matthias Brömmelhaus, aber das tut eigentlich nichts zur Sache. Was die Anklage der Schreibtäterschaft angeht, bekenne ich mich schuldig. Das ganze Geständnis lesen...</description>
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    <pubDate>Sat, 22 Dec 2012 16:02:45 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Schreibtäter - Der Täter schreibt - Meine Name ist Matthias Brömmelhaus, aber das tut eigentlich nichts zur Sache. Was die Anklage der Schreibtäterschaft angeht, bekenne ich mich schuldig. Das ganze Geständnis lesen...</title>
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    <title>Alle Jahre wieder - Weihnachsnomade</title>
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            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;Als ob das ganze Weihnachtsgedöns in unseren Städten nicht schon genug wäre, hielt mir vor zwei Tagen ein im Weihnachtsmannkostüm steckender TV-Reporter ein Mikro vor die Nase, als ich gerade versuchte, durch die von gestressten Weihnachtseinkäufern überfüllte Fußgängerzone zu flanieren.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;„Sagen Sie mal, was bedeutet Ihnen eigentlich Weihnachten?“&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Erwartete der Mann darauf eine ehrliche Antwort? Ich überlegte einen Moment. Sollte ich irgendetwas von „RuheFriedenFamilie“ faseln? Ich entschied mich für die Wahrheit:&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;„Was ich von Weihnachten erwarte, spielt seit Langem keine Rolle mehr. Seit ich der Kindheit entwachsen bin, wird nur etwas von mir erwartet.“&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Kaum hatte ich die beiden Sätze ausgesprochen, drückte der Rotgewandete an seinen Knöpfen herum. Vermutlich löschte er mein Statement umgehend. Wer will denn so etwas auch hören, zur schönen Weihnachtszeit?&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Dabei gehöre ich keiner Minderheit an. Vielmehr bin ich einer von hunderttausenden Weihnachtsnomaden, die Jahr für Jahr größte Strapazen auf sich nehmen, nur um die Erwartungen anderer zu erfüllen.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Sie meinen, ich übertreibe? Beileibe nicht! Hier mein diesjähriger Feiertagsfahrplan:&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Am 23. Dezember setze ich mich um 10:38 in den Zug und fahre 750 Kilometer gen Norden. Wenn alles gut geht – und bei der Bahn geht an den Feiertagen selten alles gut – erreiche ich um 19:50 die münsterländische Kleinstadt, in der ich geboren und aufgewachsen bin und wo meine Mutter sowie die Beutekinder und -enkel leben. Anschließend gibt es die Geschenke für die Beuteenkel, denn der Weihnachtsmann kommt immer schon einen Tag früher an den Bodensee – ganz Deutschland an einem Tag, wer schafft das schon! Danach gibt es die traditionelle Feuerzangenbowle, während der Baum geschmückt wird.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Am 24. Dezember bleibt nicht wirklich Zeit, um auszuschlafen, denn spätestens mittags geht der Stress dann richtig los: Meine Mutter erwartet meine Frau und mich zum traditionellen schlesischen Mahl mit Weihnachts-Weißwurst und Pfannenklößen. Danach Friedhofsbesuch und anschließend bereiten wir den Tisch für das morgige große Familienfestmahl. Dann werde ich als Chauffeur tätig und bringe Mutter und ihre 92-jährige Schwester zur Kirche. („Nein Mutter, ich werde auch dieses Jahr keinen Weihnachtsgottesdienst besuchen!“) Nach einem kurzen Cappucino-Zwischenstopp bei Beutetochter I hole ich die beiden Damen wieder ab. Gemeinsam fahren wir zur Beutetochter II zum Festmahl unterm Tannenbaum.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Am 25. Dezember geht die Weihnachtsrallye weiter. Familienmittagessen bei der Mutter („ach Kinder, die Gans ist dieses Jahr ein ganz, ganz zähes Luder“), das nahtlos in die Kaffeetafel übergeht („der Kuchen ist mir auch schon mal besser gelungen“). Gegen halb fünf kommt der tränenreiche Abschied. („Müsst ihr denn wirklich schon gehen? Wir haben uns doch noch gar nicht richtig unterhalten können!“) Wenigstens einen einzigen nichtfamiliären Besuch bei Freunden möchten wir noch machen – wenn es auch nur für eine Tasse Kaffee und ein Stück Torte reicht, denn spätestens gegen sieben Uhr sollten wir wieder bei Beutetochter II am Abendbrottisch sitzen.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Am 26.12. steigen wir um 10:13 in den Zug und fahren 750 Kilometer gen Süden. Wenn alles gut geht – ach ja, das hatten wir ja schon! Gegen 19 Uhr sind wir hoffentlich wieder daheim.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Weihnachten bedeutet für uns seit vielen Jahren zuallererst 1.500 Kilometer oder 17 Stunden Bahnfahrt in völlig überfüllten Zügen mit dreimaligem Umsteigen auf kalten, zugigen Bahnhöfen. Da bleibt jedes weihnachtliche Gefühl auf der Strecke.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Was also sind unsere Erwartungen an Weihnachten? Wir wünschen uns vor allem, dass die Deutsche Bahn es dieses Jahr schafft, uns ohne größere Verspätungen und Zwischenfälle, mit funktionierenden Platzreservierungen, in beheizten Waggons mit unverschlossenen Toiletten durch Deutschland zu kutschieren.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;In diesem Sinne: Frohe Weihnachten allerseits!&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Sat, 22 Dec 2012 17:02:45 +0100</pubDate>
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    <title>Vom Zauber des Anfangs</title>
    <link>http://www.schreibtaeter.eu/archives/187-Vom-Zauber-des-Anfangs.html</link>
            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;Es war lange still hier. Der Grund ist einfach: Mein Alter Ego Béla Bolten beansprucht mit dem Roman »Codewort Rothenburg« im Moment jede freie Minute, die mir die Arbeit als Biograf und Ghostwriter lässt. Dabei war die Veröffentlichung des Buches selbst nicht das Problem. Auch wenn ich zuvor noch kein E-Book via Amazons »Kindle Direct Publishing« publiziert und kein Taschenbuch mit »Create Space« erstellt habe, stellte das keine allzugroße Hürde dar. Seit zehn Jahren mache ich »was mit Büchern«, da hat sich dank eingespielter Abläufe viel Routine und Gelassenheit eingestellt. Trotzdem ist alles anders. Die Veröffentlichung eines Romans unterscheidet sich gewaltig vom Abliefern einer Auftragsarbeit beim Kunden. Eine Biografie zum Beispiel entsteht in vielen Arbeitsschritten und enger Abstimmung mit dem Auftraggeber. Da wird so lange am Text und an der Gestaltung gefeilt, bis er zufrieden ist. Natürlich wurde auch der Kriminalroman vorher geprüft. Von Amateuren als Testleser und von einer professionellen Lektorin. Natürlich habe ich auch hier vor der Veröffentlichung gefeilt und geschliffen. Mein Kunde aber, sprich der Käufer und Leser, kennt das Buch nicht. Er kauft die Katze im Sack. Na ja, nicht ganz. Selbstverständlich gibt es bei Amazon die Leseprobe, zusätzlich biete ich auf Béla Boltens Internetseite eine XXL-Leseprobe von 43 Taschenbuchseiten an. Trotzdem ist die Nervosität ungleich höher als beim Ghostwriting. Wird das Buch gefallen? Werden die Leser meine Intention verstehen? Ist ein Buch, das kein Kriminalroman im klassischen Sinne ist, sondern eher, wie eine Leserin schrieb, »ein Buch über Verbrechen«, überhaupt zeitgemäß? Findet es überhaupt Käufer? Womit wir beim nächsten Problem sind. Auch die Vermarktung ist eine völlige andere als für meine biografische Dienstleistung. Natürlich gibt es inzwischen eine Vielzahl von Ratgebern, die im Prinzip alle das Gleiche empfehlen: Blog, Facebook, Twitter, Google+ und vielleicht noch die Gratisaktion bei Amazon ... Und sonst? Viel mehr kommt in der Regel nicht. Auch die Erfahrungsberichte von Kolleginnen und Kollegen konzentrieren sich meistens auf diese Bereiche. Hat wirklich noch niemand Google Adwords getestet?&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Also muss ich meine eigenen Erfahrungen sammeln. Als erstes habe ich in den vergangenen Wochen festgestellt, dass es eine unübersehbar große Zahl von »buchverrückten« Menschen gibt. Männern und Frauen, die Bücher verschlingen und darüber schreiben oder sich mit anderen austauschen, die spannende und lesenswerte Literaturblogs betreiben und dabei keineswegs nur auf den Mainstream schielen. Ich habe gelernt, dass es abseits des klassischen Feuilletons, in dem man mit Genreliteratur, selbstpublizierter zumal, nie eine Chance bekommt, eine große und lebendige Szene gibt, die oftmals viel aufregender ist als der Kulturteil in den sogenannten Leitmedien. Der Austausch mit diesen Büchermenschen ist bereichernd und geht zum Teil weit über die Anfangsintention hinaus, mein Buch in Richtung Leser zu kommunizieren. Ich hätte nicht gedacht, wie viel Vergnügen es mir bereitet, mich in dieser Welt zu bewegen. Der Spaß am Schreiben, der manchmal in der Routine der Auftragsarbeit unterzugehen droht, wächst. Das ist ein Gewinn abseits aller Verkaufszahlen und -ränge. Was nicht heißen soll, dass ich mittelfristig auch hier vernünftige Ergebnisse erwarte. Ich schreibe ja nicht zum Spaß.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt; 
&lt;p&gt;Zum Schluss für alle, die noch nicht in meinen Kriminalroman »Codewort Rothenburg« hineingeschaut haben, eine Wohnzimmerlesung des 1. Kapitels. Wie war das mit der Katze im Sack?&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/HhEzGcgvZhw&amp;amp;feature=plcp&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=1&amp;amp;border=0&amp;amp;color1=0x3a3a3a&amp;amp;color2=0x999999&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot; /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;div class=&quot;youtube_player&quot;&gt;&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;noscript&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=HhEzGcgvZhw&amp;feature=plcp&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/noscript&gt; &lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/null&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=1&amp;amp;border=0&amp;amp;color1=0x3a3a3a&amp;amp;color2=0x999999&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot; /&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Sat, 21 Jul 2012 14:22:50 +0200</pubDate>
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    <title>Erstens kommt es anders ...</title>
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            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;... und zweitens als man denkt. Ja, ja, das ist ein dummer Spruch. Aber irgendwie passt er gerade. In meinem letzten Beitrag schrieb ich über meine Ambitionen, Kriminalromane via Kindle Direct Publishing zu veröffentlichen. Keine Angst, daran hat sich nichts geändert. Nur schicke ich eine andere Geschichte ins Rennen, als ursprünglich geplant. Vor ein paar Wochen dachte ich, mein 1941 spielender Kriminalroman, der noch bei zwei Verlagen zur Prüfung liegt, müsse sich hinter einem gängigeren Krimiplot anstellen. Was waren die Gründe dafür? War da noch ein Zweifel im Hinterkopf? Dachte ich etwa: Die Geschichte ist mir für Selfpublishing zu schade? Was für ein Schmarrn! Wenn ich mich für diesen Weg entscheide, dann voll und ganz. Also ist es richtig, zuerst den Roman zu veröffentlichen, an dem ich am meisten hänge und von dem ich am überzeugtesten bin. Die Zeit des Wartens erkläre ich hiermit endgültig für beendet.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Diese Entscheidung hat vor allem zur Konsequenz, dass alles jetzt viel schneller gehen wird. Ich gebe mir zehn Tage Zeit für eine abschließende Redaktion. Anschließend geht das Manuskript ins Endkorrektorat - ein Lektorat hat es bereits hinter sich. Parallel wird am Cover gearbeitet. Dann konvertieren, hochladen .... Im Juli sollte das Buch erhältlich sein. Als Kindle E-Book und - auch das aufgrund der aktuellen Entwicklungen eine neue Perspektive - als Printexemplar via »Create Space«.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Einige Entscheidungen habe ich nach langen Gesprächen mit Freunden und Kollegen inzwischen getroffen. Ich werde für die Kriminalromane ein Pseudonym verwenden, ohne zu verschleiern, wer sich dahinter verbirgt. Der Grund ist einfach: Ich verdiene mein Geld mit dem Schreiben von Biografien und gebe mich nicht der Illusion hin, dass ich dank meiner Romane reich und berühmt werde. Mein Name steht für den Biografen - und das soll so bleiben. Gleichzeitig gehe ich einem weiteren Schreibberuf nach - und dafür verwende ich den Künstlernamen. Es macht übrigens großen Spaß, den Namen zu kreieren. Und es ist schwierig. Inzwischen habe ich mich festgelegt, aber verraten wird noch nichts.&amp;#160;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zum Erscheinen des Buches bleibt fiel zu tun. Unter dem Künstlernamen muss eine Webpräsenz aufgebaut werden. Eine eigene Facebookseite und ein eigenes Blog sind selbstverständlich. Bei Twitter bin ich noch unschlüssig. Viele betonen die besondere Bedeutung des Microbloggings für Autoren. Für &amp;#160;mich als Biograf bringt es kaum etwas, deshalb habe ich es in der letzten Zeit auch zugunsten von Facebook vernachlässigt. Andererseits habe ich bei Twitter 800 Follower. Ein Kollege riet, dort einfach den Namen zu ändern - natürlich vorbereitet durch viele Tweets - und anschließend unter dem Pseudonym über die Arbeit meines Alter Ego zu twittern. Was meint Ihr?&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Thu, 31 May 2012 14:23:06 +0200</pubDate>
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    <title>Work in progress</title>
    <link>http://www.schreibtaeter.eu/archives/184-Work-in-progress.html</link>
            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div&gt;Ich schreibe. Zum Broterwerb Biografien und Sachtexte. Zum Vergnügen anderes. Im Laufe der Jahrzehnte habe ich mich in den verschiedensten Genres ausprobiert. So liegen einige Manuskripte in der Schublade und bei den meisten ist es gut, wenn sie dort bleiben und nie das Licht der Öffentlichkeit erblicken.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;In den letzten Jahren habe ich zum Pläsier nur noch Krimis geschrieben. Von der Kurzgeschichte bis zum Roman ist alles dabei. Zwei Manuskripte habe ich so weit ausgearbeitet, dass ich Sie Verlagen zur Prüfung vorgelegt habe. Im Ergebnis wurde mir mehrmals bescheinigt, dass ich ja durchaus schreiben könne (vielen Dank auch!), aber leider, leider keine Möglichkeit zur Veröffentlichung bestehe. Die Gründe waren vielfältig und reichten von der Tatsache, dass bereits ein anderer Autor das Thema besetze bis hin zur lapidaren Feststellung, das Sujet ließe sich im Moment nicht verkaufen. Wenn ich einen Regionalkrimi mit aktuellem Bezug hätte, könnte man ja noch mal darüber reden.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Ein kleiner Verlag bot mir einen Vertrag an, den ich umgehend in den Papierkorb warf. Nein, ich muss nicht unter allen Umständen meinen Namen auf einem Buchcover sehen. &amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Eines der beiden Manuskripte, ein zeithistorischer Kriminalroman, wird noch bei zwei Verlagen geprüft. Da warte ich in aller Ruhe ab. Sollte es nichts werden, bleibt er, wo er ist: in der Schublade.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Mit dem zweiten Manuskript allerdings habe ich andere Pläne. Diese Geschichte eignet sich meines Erachtens für ein Experiment, mit dem ich heute beginne. Ende offen. Die Idee kam mir, als ich beim Überarbeiten des Texte mir nichts dir nichts begann, an einem Fortsetzungsplot zu stricken, der sich direkt aus der Handlung des vor mir liegenden Textes ergab. Nach einigen Tagen hatte ich in Grundzügen die Idee für eine Serie zu Papier gebracht.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Gleichzeitig las ich aus purer Neugier alles, was ich über Amazons Kindle Direct Publishing finden konnte und stellte auf einmal fest: Eine Serie zu haben scheint hier auf jeden Fall besser zu sein, als zu versuchen, mit dem einen, großen Wurf Erfolg zu haben.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Im nächsten Schritt lud ich mir die meist verkauften Kindlebooks von verlagsunabhängigen Autoren auf den Reader. Ich wollte wissen, was sich gut verkauft, vielleicht könnten man daraus auf ein Erfolgsrezept schließen. Kann man natürlich nicht. Es gibt bei den Indie-Autoren wahre Perlen zu entdecken und es gibt Erschreckendes. Und beides läuft. Der Markt ist eben groß und rätselhaft! Einige wenige Regeln, die den Verkaufserfolg zu befördern scheinen, glaube ich aber doch erkannt zu haben. Ein paar haben mit dem Inhalt zu tun, die meistens mit der Vermarktung und der konsequenten Nutzung des von Amazon zur Verfügung gestellten Instrumentariums bzw. der sozialen Netze.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Je mehr ich mich mit der Materie beschäftigte, desto konkreter wurde die Idee. Und seit ein paar Tagen bin ich mir sicher: Ich werde es tun. Ich werde mein vorliegendes Manuskript auf ein konkretes Ziel umarbeiten und erweitern: die Veröffentlichung via Amazon KDP.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;So, jetzt ist es raus und damit setze ich mich gewollt unter Druck. Im Laufe dieses Jahres möchte ich die Serie starten. Bis dahin ist noch viel zu tun. Das vorliegende Manuskript - zum Inhalt verrate ich selbstverständlich noch nichts - werde ich in zwei Teile splitten. Sprich: Umschreiben. Einen dritten Teil habe ich bereits geplottet, er soll bis zur Veröffentlichung des ersten Teils wenigstens in der Rohfassung und muss bis zur Veröffentlichung des zweiten Teils in der Endfassung fertig sein.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Dann braucht es noch ein Lektorat, ein Cover, die technische Konvertierung, und, und, und.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Außerdem warten noch viele Fragen auf Antworten. Zum Beispiel die, ob ich die Krimiserie unter Pseudonym publizieren sollte, um eine Kollision mit meiner Brotschreiberei zu vermeiden. Oder wann der ideale Zeitpunkt für die Veröffentlichung des ersten Teils ist, wenn ich davon ausgehe, dass ich im September so weit wäre? Und in welchen Abständen die einzelnen Teile folgen sollen? Und viele mehr.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Ich werde den Fortschritt der Arbeit in den kommenden Wochen auf diesem Blog dokumentieren, die offenen Fragen stellen und hoffentlich intensiv mit den Leserinnen und Lesern diskutieren. Wie der Titel schon sagt: Work in progress. Auch über das Ergebnis, sprich die Verkaufszahlen, werde ich nicht schweigen. Auch dann nicht, wenn es ein Misserfolg werden sollte. Versprochen!&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Fri, 04 May 2012 15:12:43 +0200</pubDate>
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    <title>Unerbittlich und kalt</title>
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            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;Soziale Netzwerk sind Monitore, die nahezu ungefiltert die Gedanken- und Gefühlswelt von Nutzern wiedergeben. Das kann erheiternd sein - und erschreckend und verstörend. In dieser Woche habe ich vor allem die dunkle Seite von Facebook und Co. kennengelernt. &amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Erstes Beispiel. Die Kommentare zu diversen Blogposts über die rassistischen Morde einer Nazi-Terrorgruppe offenbaren, wie tief der braune Sumpf in bürgerliche Kreise eingedrungen ist. Auf einem regionalen Blog, das über eine Demonstration gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit berichtet, tummeln sich Kommentatoren, die sich offen zu ihrem braunen Gedankengut bekennen. Auch bei anderen Artikeln wurden Sozialdemokraten, Gründe und Linke dort bereits offen und unflätig beschimpft. Alles geschieht selbstverständlich unter dem Schutz der Anonymität. Die Blogbetreiberin hat sich entschlossen, die braunen Kommentare quasi als Mahnmal stehen zu lassen. Ein ehrenwerter Versuch, der allerdings nicht der Aufklärung dient. Mit Faschisten kann man nicht diskutieren - mehr noch: man darf es nicht. Nazis lassen sich nicht durch Argumente überzeugen. Wer ihnen Raum für Auftritte gibt, lässt zu, dass viele Bevölkerungsgruppen und Minderheiten diskriminiert werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass ihnen andere Leser auf den Leim gehen. Auf keinen Fall kann das Recht auf eine anonyme Meinungsäußerung im Internet für Faschisten und Rassisten gelten.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Auch ein Twitterer aus meiner Heimatstadt verbreitete in dieser Woche ganz offen sein rassistisches Gedankengut, ohne dass ihm jemand widersprochen hätte. Haben wir uns bereits dermaßen an den alltäglichen Faschismus gewöhnt, dass es uns nicht mehr aufregt, wenn jemand in Stürmer-Manier schreibt: »Da werden kunstvolle, medial wirksame Floskeln wie Rechtsradikaler Terrorismus geschaffen - aber ‚Ahmed‘ hat auch schon 5 Morde hinter sich.« Ich habe den User geblockt - wäre es nicht eigentlich ein Fall für die Staatsanwaltschaft?&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Zweites Beispiel: In den vergangenen Tagen sah man bei Facebook wieder und wieder Fotos von geschundenen und getöteten Hundeleibern. Dazu die Aufforderung, sich für einen Boykott der Fußballeuropameisterschaft in der Ukraine im kommenden Jahr einzusetzen, weil die dortige Regierung die streunenden Hunde in den Großstädten auf brutalste Art und Weise töten lasse.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Wenn es stimmt, dass die Hunde gequält, erschlagen, teilweise bei lebendigem Leib verbrannt werden - und es spricht vieles dafür, dass dies tatsächlich geschehen ist - ist der Protest gerechtfertigt und es ist erfreulich, dass er anscheinend erfolgreich war, auch wenn das eigentliche Problem - und herrenlose, streunende Hunde sind ein Problem - damit nicht gelöst ist. So weit, so gut? Weit gefehlt. Ich empfehle, einen Blick in die Kommentare unter den entsprechenden Posts zu diesem Thema zu werfen. Selten ist mir in den vergangenen Jahren so viel Hass und Gewaltbereitschaft untergekommen wie hier. Die vorherrschende Meinung: Wer Tieren etwas antut, verliert alle Grundrechte. Ganz offen wird dazu aufgerufen, Menschen, zu foltern, sie bei lebendigem Leib zu verbrennen oder auf andere bestialische Weise zu töten. Wenn Sprache Ausdruck der Haltung eines Menschen ist, wird mir angesichts dieser Tierschutzextremisten angst und bange.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Drittes Beispiel. Vor einiger Zeit schenkte mir jemand den »Schutzengel« von Paulo Coelho. Wenn ich ein Buch geschenkt bekomme, lese ich es auch, selbst wenn es in weiten Teilen eine Qual ist. Vor kurzem fand ich eine überschwänglich positive Rezension und kommentierte, für mich sei das Buch eher eine Ansammlung von Aphorismen als eine philosophische Betrachtung. Außerdem könne ich mit Coelhos Idee einer Weltenseele und seiner Besessenheit von Zeichenmystik nichts anfangen. Zum Schluss lobte ich Coelho sogar, man müsse ihn (Zitat:) »aus der unübersehbaren Schar der selbst ernannten Weisen herausheben, weil er sich auch für Toleranz und zivilgesellschaftliches Engagement einsetzt. Denn in der Tat unterscheidet er sich damit grundlegend von der Mehrzahl der anderen Welterklärer, die das Ego des Einzelnen zum Maß aller Dinge machen. Da ist das ganze Universum nur dafür da, meine Wünsche zu erfüllen. Ich muss nur wissen, wie es funktioniert, muss die richtige Technik lernen, und es wird mir an nichts mangeln. Mich wundert immer wieder, dass anscheinende so wenige Menschen den Zynismus dahinter erkennen. Wenn es, wie von den Apologeten des »Think positive!« und anderen behauptet, nur darum geht, eine bestimmte Art des Denkens zu beherrschen, damit mir meine Wünsche erfüllt werden und es mir an nichts mangelt, dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass der Verhungernde in den Slums von Lagos an seiner Situation selbst schuld ist.«&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Oh je, da hatte ich etwas angerichtet. Rund zwanzig wütende, meist weibliche Kommentatoren beschimpften mich als »Schwachkopf« oder »unwürdigen Schreiberling«, dem man »den Mund verbieten sollte, damit er seine Mitmenschen mit seinem Geschreibsel nicht vergiftet«. Niemand setzte sich mit meiner sachlich vorgetragenen Meinung auseinander, sondern man forderte mich nur unmissverständlich auf, den Mund zu halten und den »großen Weisen« nicht zu beleidigen.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Das ganze war natürlich mein Fehler, denn ich hätte wissen müssen, dass es bei Coelho um Religion geht, der nun einmal Intoleranz immanent ist. Immerhin erreichte ich, dass die Blogbetreiberin meinen Beitrag löschte. Mit einer solchen Diskussion möchte ich nicht in Zusammenhang gebracht werden.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Mich erschreckt der Hass, die Engstirnigkeit und Unerbittlichkeit, die sich im Netz und in der realen Welt auszubreiten scheint und für die es noch viele andere Beispiele gibt. Geht mal zum Griechen um die Ecke und fragt den Wirt, wie er sich gerade fühlt in dem Land, in dem er seit Jahrzehnten lebt. Ihr werdet verstehen, was ich meine.&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Sat, 26 Nov 2011 14:51:02 +0100</pubDate>
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    <title>Fünf aus Zwanzig</title>
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            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;Vor ein paar Wochen bekam ich eine E-Mail von Melanie Voß und Philippe Wyssen. Die beiden betreiben das wunderbare Blog &amp;quot;Fünf Bücher&amp;quot;,&amp;#160;in dem sehr unterschiedliche Menschen Woche für Woche die Frage beantworten, welche fünf Bücher ihnen am meisten bedeuten. Und zu diesen Menschen sollte ich auch gehören, wenn ich Lust hätte. Und ob ich hatte. Meine fünf Lieblingsbücher aussuchen und besprechen - kein Problem. Dachte ich. Es folgte tagelanges Grübeln und Hadern. Als erstes stellte ich eine Liste auf. Ein Kinderbuch sollte und mindestens ein Krimi musste dabei sein, das stand schnell fest. Vor allem beim Krimi hatte ich auf Anhieb fünf Titel auf dem Zettel. &amp;#160;Und dann sprudelte es aus mir heraus. Autorenname auf Autorenname. Nachdem ich ein gutes Dutzend Bücher wieder gestrichen hatte, standen dort immer noch 20 Titel. Keines dieser Werke wollte freiwillig weichen. Jedes kämpfte um sein Recht, zu meinen fünf wichtigsten Leseerlebnissen zu gehören. Alle hatten sie gute Argumente. B. Traven zum Beispiel zeigte mir, dass spannende Literatur nicht trivial sein muss. Hans Falladas »Jeder stirbt für sich allein« habe ich gerade vor ein paar Monaten begeistert wiederentdeckt, er gehörte genauso auf die Liste wie James Baldwin, der mich in »Beale Street Blues« gelehrt hatte, wie Rassismus entsteht und funktioniert. Grass, Böll, Lenz, Uwe Timm .... Sie alle haben mir geholfen, die Welt um mich herum ein bisschen besser zu verstehen. Über David Forrests Satire »Und meinem Neffen Albert vermache ich die Insel, die ich Fatty Hagan beim Pokern abnahm« habe ich gelacht, wie über kaum ein anderes Buch. Und wie zum Teufel sollte ich mich bei den Krimis beschränken. Kann es eine Liste meiner Lieblingsbücher geben ohne Sjöwall-Wahlöö, Graham Greene, James M. Cain, Dorothy Sayers und, und, und.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Die harmlos erscheinende Bitte, die fünf Bücher auszusuchen, die ich für die wichtigsten in meinem Leben halte, erwies sich als nahezu unüberwindliche Hürde. Immer wenn ich fast am Ziel war, wenn ich nur noch ein oder zwei Titel streichen musste, tauchte aus den Tiefen meiner Erinnerung ein Werk auf, das ich bisher völlig vergessen hatte und ohne das diese Liste undenkbar wäre.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;So beschäftigte mich mein Beitrag für »Fünf Bücher« tagelang. Es war ein schwieriger Abwägungsprozess, der mir klar wie nie zuvor vor Augen führte, welche große Rolle Literatur in meinem Leben gespielt hat und spielt. Was für wunderbare Schriftsteller habe ich über ihre Werke kennenlernen dürfen. Sie alle habe mich auf ihre Weise bereichert.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Am Ende schaffte es keiner der hier genannten Autoren in meinen Beitrag für die »Fünf Bücher«. &lt;a href=&quot;http://fuenfbuecher.de/2011/10/31/87-fuenf-buecher-von-matthias-broemmelhaus/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Aber lesen Sie selbst.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Mon, 31 Oct 2011 15:09:18 +0100</pubDate>
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    <title>Fachlektüre für angehende Bestsellerautoren</title>
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            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;Wie versprochen, hier meine Eindrücke von John Lockes Buch »&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Sold-Million-eBooks-Months-ebook/dp/B0056BMK6K/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;amp;qid=1309447512&amp;amp;sr=8-2&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;How I sold 1 Million eBooks in 5 Months&lt;/a&gt;«. Es hat ein bisschen länger gedauert, denn bevor ich etwas dazu schreibe, wollte ich auch noch einen seiner Krimibestseller lesen. Aber beginnen wir mit dem Sachbuch, das als eBook im Kindlestore für 4 Euro erhältlich ist. John Locke geistert ja derzeit durch fast alle Veröffentlichungen zum Thema Selfpublishing. Kein Wunder, denn er ist der erste Independent-Autor, der mehr als eine Million eBooks verkaufte. Alle sieben Sekunden wird eines seiner Bücher aus dem Kindlestore heruntergeladen. Die meisten Beobachter hierzulande sind mit einem Urteil schnell zur Hand: Die hohen Verkäufe erklären sich nur mit dem Preis, der gleichzeitig beweist, dass der Inhalt nichts wert sein kann. Aber gemach. Zunächst einmal bestätigte das Ratgeberbuch »How I sold ...« die Befürchtungen, die der schreckliche Titel geweckt hatte. Am Anfang gibt es reichlich Marketinggesülze, dass ich in meinem früheren Leben immer wieder gehört - und oft genug selbst benutz habe.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Wer ein Buch geschrieben hat, dessen Verkäufe nur schleppend laufen, hat nach Locke einen - oder alle - der folgenden Fehler gemacht:&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Er weiß nicht, was für ein Buch er schreiben soll.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Er weiß nicht, wie er es vermarkten soll.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Er kennt seine Zielgruppe nicht.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Er weiß nicht, wie er sie erreichen soll.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Genauso wenig überraschen die daraus abgeleiteten Lehrsätze:&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Identifiziere deine Zielgruppe und schreibe, was die Leser in dieser Gruppe wollen.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Setze dir klare Ziele - niedrig genug, dass du sie erreichen kannst und hoch genug, dass sie bedeutsam sind.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Kreiere eine Marke. Am besten mache aus dem Protagonisten eine Marke.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Das gute, alte Zielgruppenmarketing - heute neudeutsch als Targetmarketing verkleidet.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Das erste Drittel des Buches liest sich so, als hätte Locke ein paar einschlägige Marketingratgeber gelesen, dann per copy and paste die wichtigsten Passagen zusammengestellt und mit ein paar Details aus seinen Büchern und seiner Arbeit ergänzt. Ach ja, er war ja in seinem vorherigen Leben Versicherungsvertreter. Das passt irgendwie.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Doch dann wird das Buch auf einmal interessant, wenn Locke beschreibt, wie er ohne einen Cent in klassische Werbung oder PR investiert zu haben, die Verkäufe seiner Bücher nach oben gedreht hat. Denn vier Dinge braucht der Bestsellerautor: ein Buch (ach!), eine website, einen Twitteraccount und ein Blog. Lockes Überlegungen zum Socialmarketing sind durchaus originell und zudem amüsant zu lesen. Warum er einen 2-Millionen-Dollar-Verlagsvertrag ablehnen würde? Weil der Verlag ihn zwänge, seinen Stil dem Mainstream anzupassen. Auf den ersten Blick mag das eigenartig klingen, denn Locke hat ja schließlich eine Million eBooks verkauft. Er geht allerdings davon aus, dass die Zielgruppe für seine Romane rund um den politisch ganz und gar nicht korrekten Protagonisten Donovan Creed nur etwa 100.000 Leser umfasst. Viel zu wenig für einen Verlag, der eine solche Summe in einen Autor investiert.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Wie kommt Locke dazu, von einer 100.000-Leser-Zielgruppe auszugehen? Verkaufszahlen sind für ihn kein Indikator für die tatsächliche Zahl loyaler Fans. Ein Buch wird von vielen nur deshalb gekauft, weil es auf Platz 1 des Kindle-Rankings steht. Locke warnt davor, sich von diesen Zahlen verführen zu lassen und von einer riesigen Zahl potentieller Leser zu träumen. Jeder Erfolggeschichte basiere darauf, dass jemand seine Nische gefunden hat. 9 von 10 dieser Erfolgreichen scheitern bei dem Versuch, diese Nische zu verlassen. Wenn man dauerhaft mehr Leser erreichen möchte, als die Zielgruppe der Hardcorefans hergibt, bleibt nur eine Möglichkeit: Eine neue Nische finden und neue Stammleser in dieser Zielgruppe gewinnen.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Am interessantesten sind Lockes Ausführungen zu den Sozialen Netzwerken, bei denen er Twitter eindeutig den Vorzug vor Facebook gibt. Vieles, was er hier beschreibt, kann hilfreich sein, eigene Kreisläufe von Mund-zu-Mund-Propaganda in Gang zu setzen. Wie man Twitter und ein Blog für einen Loyalitytransfer nutzen kann, habe ich so zuvor noch nicht gelesen. Einige Passagen würden vor allem den nervenden, weil sich ständig nur selbst in Pose werfenden und vermarktenden Twitterern gut tun. Denn: »Never promote yourself on twitter.« Was natürlich nicht heißt, dass man Twitter nicht für Marketingzwecke nutzen soll. Nur eben intelligenter und subtiler, Locke liefert einige gute Beispiele dafür.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Ich habe das Buch zum Schluss mit großem Vergnügen und Gewinn gelesen, auch wenn ich nicht daran glaube, dass man in Deutschland auf diese typisch amerikanische Weise einen Millionenseller landen könnte. Noch nicht jedenfalls. Womit das Stichwort genannt ist, denn nachdem ich erfahren hatte, wie John Locke seine Romane und ihre Vermarktung plant, wollte ich auch einen seiner Bestseller lesen. Bei einem Preis von 82 Cent würde es mich ja auch nicht reuen, wenn ich die Lektüre bereits nach wenigen Seite aufgäbe. Ich entschied mich für einen Band seiner Donovan-Creed-Reihe mit dem Titel »Saving Rachel«. Was soll ich sagen? Es ist nicht unbedingt meine Art von Kriminalroman. Aber er ist auch nicht schlecht, absolut nicht! Locke kann schreiben und er produziert auch keineswegs Copy-and-Paste-Spam! Die Geschichte hat Tempo und gut gezeichnete Protagonisten, auch wenn sie mich nicht wirklich interessieren und sie hat Witz, auch wenn es nicht meine Art von Humor ist. Ich gehöre eben nicht in die Zielgruppe, die der Autor erreichen möchte. Auf jeden Fall taugt der Roman nicht als Beispiel, dass man mit dem größten Schrott auf dem eBook-Markt Erfolg haben kann, wenn man ihn nur billig genug anbietet. Eher denke ich, dass sich die Verlage, die Locke zuvor abgelehnt haben, heute in den Allerwertesten beißen.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Zum Schluss: Wie professionell John Locke sich selbst und seine Bücher vermarktet, kann man sich auch auf seiner &lt;a href=&quot;http://donovancreed.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; anschauen. Im Gegensatz zu vielen Selfpublishern hierzulande wirkt da nichts amateurhaft oder selbst gestrickt. Man sehe sich nur die Buchcover an. Auch das ein wichtiger Teil seines Erfolges und Mahnung, dass nichts so einfach geht, wie es scheint.&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Thu, 30 Jun 2011 17:18:48 +0200</pubDate>
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    <title>Harry Potter zaubert wieder</title>
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            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;Ich frage mich gerade, wie man in einigen Jahren über diese Monate sprechen wird. Nein, nein, ich meine nicht die Griechenlandkrise, ich rede von &lt;a href=&quot;http://www.pottermore.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pottermore&lt;/a&gt;. Nicht so wichtig, angesichts der globalen Bedrohungen durch Finanzspekulanten und verbale wie reale Kriegshetzer, mag man einwenden. Richtig! Es ist ja nur die Buchwelt, die im Moment auf den Kopf gestellt wird. Da ich von der anderen Welt, die manche für »real«, ich aber für eher surreal halte, nur wenig verstehe, schweige ich dazu und spreche lieber von den Produktions- und Distributionsbedingungen von Fiktion. Wie also wird man das nennen, was jetzt passiert? Die »Pottersche Wende«? Oder eher die »Rowling Revolution«? Egal! Eine grundlegende Veränderung, eine Revolution ist es allemal, was die Schöpferin des kleinen Zauberers da via Youtube verkündete - auch wenn die Fangemeinde sich in einigen Kommentaren enttäuscht zeigte, hatte sie allen gegenteiligen Beteuerungen der Autorin zum Trotz einen weiteren Band der Saga erwartet. Für Verlage und Handel wäre ein achter Potter-Band zwar ein kurzfristiger, warmer Geldregen gewesen, mehr aber auch nicht. »Pottermore« hingegen ist nachhaltig. Wenn auch in eine andere Richtung, die vor allem dem Buchhandel schwer zu schaffen machen wird. Zum ersten Mal nutzt eine der auflagenstärksten Autorinnen ihre Macht, die sie sich zuvor durch kluge Vertragspolitik gesichert hatte. Harry Potter ist &lt;del&gt;eine&lt;/del&gt; die aktuell stärkste Marke im Buchmarkt und J. K. Rowling ist in ihrem Besitz, hat sie sich nicht abkaufen lassen, wie das die meisten Kreativen sonst tun. Aus dieser Position heraus kann sie frei entscheiden, mit welchem Partner sie welche Produktions- und Distributionskanäle bedient. Das unterscheidet sie übrigens von all den »Möchtegerns«, die sich jetzt auch wie weiland Onkel Dagobert im Gold baden sehen. So einfach wird es nicht sein und auch niemals werden, denn die überwältigende Mehrheit der Autorinnen und Autoren verfügt genau über diese Freiheit garantierende Marktmacht nicht.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Und dennoch: Wie oft wurde in den vergangenen Jahren gesagt, dass sich der Buchmarkt radikal verändern wird, wenn erst einmal ein Print-Auflagen-Millionär eBooks an den Verlagen vorbei auf den Markt bringt. Immer wieder wurden Namen genannt. Dan Brown z. B. oder eben J. K. Rowling. Jetzt ist es passiert. Noch revolutionärer, als wir alle dachten. Wenn es stimmt, dass die eBooks zeitgleich in mehreren Sprachen sowie in allen Formaten erscheinen, zudem angereichert durch die virtuellen Inhalte von »Pottermore«, werden hier die Möglichkeiten des Mediums radikal ausgereizt. Ohne Zweifel wird das digitale Lesen damit einen großen Schub bekommen. Vielleicht sollte man Aktien von E-Reader-Produzenten kaufen, denn für die Prognose, dass ihr Verkauf steigen wird, braucht man kein Visionär zu sein. Gleiches gilt für Tablets, zumal sich die Gerüchte verdichten, dass Amazon bis zum Herbst in diesen Markt einsteigen wird. Goldgräberstimmung allerorten - gut auch für uns »kleine Fische«, die wir im Strom mitschwimmen können. Denn wer erst einmal ein Lesegerät auf dem Nachttisch liegen hat, sucht auch Lesestoff dafür. Und irgendwann ist auch der letzte Potter-Band erschienen und gelesen. Dann muss etwas Neues her. Warum nicht von uns?&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Was ich besonders bemerkenswert finde: J. K. Rowling teilt sich den Erlös aus den eBook-Verkäufen mit ihrem Verlag. Freiwillig. Weil sie es so entschieden hat und nicht, weil der Verlag es von ihr fordert. Einfach weil sie es kann. Das nenne ich wahre Größe!&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Fri, 24 Jun 2011 15:10:16 +0200</pubDate>
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    <title>Digital am Frühstückstisch</title>
    <link>http://www.schreibtaeter.eu/archives/156-Digital-am-Fruehstueckstisch.html</link>
            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt; 
&lt;p&gt;Wie begeistert ich von meinem eBook-Reader und dem digitalen Lesen bin, habe ich &lt;a href=&quot;http://www.schreibtaeter.eu/index.php?/archives/116-Lesen-2.0.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; ausführlich beschrieben. Seit einer Woche ist mein Alltag noch mehr digitalisiert. Doch der Reihe nach! Seit ich denken kann (na ja, fast jedenfalls), lese ich beim Frühstück Zeitung. Immer eine Lokalzeitung meines jeweiligen Wohn- bzw. Aufenthaltsortes und dazu eine überregionale Tageszeitung. Eine Zeit lang war es die Frankfurter Rundschau, dann die Süddeutsche, jetzt die TAZ. In der letzten Zeit wurde ich dieses Rituals mehr und mehr überdrüssig. Nicht wegen der TAZ, aber der stolze Abopreis des »Südkurier« lässt sich wirklich nicht durch praktizierten Qualitätsjournalismus rechtfertigen. Über Lokales wird man am Bodensee durch andere Onlinemedien besser informiert und über die Politik-, Kultur- und Sportberichterstattung des Lokalblattes breite ich lieber den Mantel des Schweigens aus. Die TAZ bietet zudem ein sehr günstiges digitales Abo, der Umstieg lag also nahe. Dagegen sprach nur, dass ich mir ein Notebook am Frühstückstisch nicht vorstellen konnte. Zu sehr mit Arbeit verbunden. Zu wenig »sinnlich«. Also blieb es beim Papiergeraschel.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Auf Bali tauchten dann in diesem Jahr in den Cafés und Kneipen immer mehr Menschen mit iPads auf. Sie lasen Bücher, Zeitungen und Magazine, surften im Netz, schauten sich Fotos oder Filme an, hörten Musik. Kurz: Sie konsumierten Medien. War das die Zukunft der Information und Unterhaltung? Mag sein, dachte ich mir. Schließlich las ich Bücher auch nur noch digital. Ich bat einen Nachbarn, sein iPad ausprobieren zu dürfen. Was ich schon nach kurzer Zeit begeistert feststellte: Ein solches »Tablet« unterscheidet sich vollständig von einem herkömmlichen Computer, so klein er auch sein und hinter welchem Namen er sich auch verstecken mag. Nicht nur äußerlich sondern vor allem durch die sinnliche Art, es mit Fingern und Gesten zu bedienen. Besitzer eines Smartphones belächeln mich jetzt sicher, aber für mich war das neu. Tastatur und Maus - bisher vertraute Begleiter im Alltag - erschienen plötzlich als das, was sie sind: lästige Krücken, um die Technik dem Menschen dienlich zu machen. Hinfort damit - zumindest am Frühstückstisch.&amp;#160;&lt;/p&gt; 
&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Seit einer Woche besitze ich ein Eee Pad Transformer von Asus. Obwohl ich wahrlich kein Early Adopter bin, konnte ich nicht warten, bis das Gerät in Deutschland auf dem Markt ist, sondern bestellte es bei Amazon in England. Hier gibt es zudem die preiswerte 16 GB Variante, die hierzulande zunächst nicht erhältlich sein wird.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Ich bin begeistert. Die TAZ kommt im Digitalabo als PDF aufs Pad, die gewohnte Anmutung ist also geblieben. Die Lokalnachrichten bekomme ich via Feed von den bevorzugten Onlinemedien. Dank »Pulse«, einem sehr schönen, speziell für Android-Tablets angepassten Feedreader, kommen sie im Magazincharakter daher, genauso wie die Newsfeeds von FAZ, Süddeutscher Zeitung und ZEIT, die meine Morgenlektüre seitdem bereichern. Anschließend noch ein Blick in die Blogs - auch das dank »Feedly« ein völlig neues Erlebnis.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Apropos »Die ZEIT«: Beim gekauften eMagazin ist das Leseerlebnis im Vergleich zur Printausgabe dank der App »RepliGo« in keiner Weise eingeschränkt. Selbst eBooks lassen sich gut lesen, eine kostenlose App eröffnet den Zugang zum Kindleshop. Und »Sofasurfen« macht auch erst mit dem Pad richtig Spaß. Der »alte« PC und das notebook sind jetzt wirklich nur noch Arbeitsgeräte.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Mein Leben, besser gesagt meine Freizeit ist also noch ein bisschen digitaler geworden - und das ist gut so! Heute habe ich endgültig mein Südkurierabonnement gekündigt, was mir auch noch aus anderen Gründen eine große Freude war. Aber das ist eine Geschichte aus einem früheren Leben.&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Wed, 01 Jun 2011 16:13:36 +0200</pubDate>
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    <title>Die eBook-Piraten</title>
    <link>http://www.schreibtaeter.eu/archives/153-Die-eBook-Piraten.html</link>
            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;Seit der Eröffnung des deutschen Kindlestores hat die Diskussion über eBooks deutlich an Fahrt aufgenommen. Ein Thema, das dabei nie fehlen darf, ist die Piraterie und ihre Folgen. Zu aufschlussreichen Ergebnissen kommt die äußerst interessante Studie &lt;a href=&quot;http://abuse-search.com/Gutenberg3.0-Ebook_Piraterie_in_Deutschland.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;„Gutenberg 3.0 – Ebook-Piraterie in Deutschland“&lt;/a&gt;, die vor allem den Großverlagen die Leviten liest. Vieles, was hier schwarz auf weiß zu lesen ist, hat mich im Umgang mit eBooks schon häufiger zur Verzweiflung getrieben. Etwa die Tatsache, dass sowohl die Usability als auch das Angebot auf Piratenseiten besser ist als auf den meisten Onlineshops für deutschsprachige eBooks. Nur ein Beispiel, das jeder sofort nachvollziehen kann: Wenn man heute bei Google die Suchanfrage »Philip Roth Nemesis ebook« eingibt, führen die ersten drei Treffer auf die wohl bestsortierten deutschen eBook-Angebote - und das sind »Piraten«. Hier findet man links auf One-Click-Hoster, bei denen man das gewünschte eBook als PDF, ePUB, RTF und in weiteren Formaten kostenlos herunterladen kann. Und das, obwohl der Hanserverlag den Titel noch gar nicht als eBook veröffentlich hat. »Piraten« digitalisieren nicht selten selbst - und das in hoher Qualität. Manchmal frage ich mich genauso wie die Autoren der o.g. Studie, ob die Verlage überhaupt wissen, dass ihre Titel oft lange vor ihrer eigenen Publikation als eBook verfügbar sind? Das einzige legale Angebot bei der Suchanfrage nach Roth‘s Nemesis findet sich übrigens an vierter Stelle mit der englischsprachigen Ausgabe im Kindlestore zum Preis von 11,79 Euro, die ich mir gekauft habe. Bei einem ähnlich günstigen Angebot von Hanser hätte ich wahrscheinlich die deutsche Ausgabe erworben.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Grundsätzlich behandeln die meisten Verlage hierzulande ihr digitales Angebot stiefmütterlich. Wenn überhaupt die eBookausgabe parallel oder zumindest zeitnah zum Hardcover erscheint, ist sie auch annähernd so teuer. Das müsse so sein, begründen die Verlage, weil Druck und Distribution eines Buches nur einen marginalen Teil der Kosten ausmachen. Außerdem sei die Mehrwertsteuer des digitalen Buchs im Vergleich zur Printausgabe in Deutschland mehr als doppelt so hoch.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Leider sieht der Leser/Käufer das völlig anders. Er nimmt den Verlagen ihre immer wieder ins Feld geführte Kostenverteilung nicht ab, denn der eigentliche Produzent der Handelsware vulgo Autor wird ja auch mit wenigen Brotkrumen abgespeist, wo sollen die Kosten also herkommen? Der Käufer/Leser sieht vor allem, dass er bei einem eBook nur die Lizenz zum Lesen eines Werkes erwirbt. Dank DRM-Gängelung kann er ein eBook nicht ausleihen oder verschenken, es taugt nicht zur imagesteigernden Zurschaustellung in einem Bücherregal und im schlimmsten Fall löscht der Distributor das Buch sogar wieder von seinem Lesegerät. Ein eBook ist materiell für den Käufer weniger wert, warum soll er also annähernd den gleichen Preis dafür bezahlen?&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Solange die Verlage einfach ihr herkömmliches Geschäftsmodell auf den digitalen Bereich übertragen, wird sich das eBook in Deutschland nicht durchsetzen. Vielleicht ist das ja gewollt, kurzsichtig wäre eine solche Verhinderungsstrategie auf jeden Fall. Das digitale Buch bietet die Möglichkeit, neue Käufer- bzw. Leserschichten zu erschließen. Ich kenne Menschen, die durch das eBook quasi literarisiert wurden. Sie haben den Spaß am Lesen erst entdeckt, seit die Buchstaben auf diversen elektronischen Geräten flimmern.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Und noch in einem anderen Bereich sollten sich die Verlage nicht so sicher sein. Es ist keineswegs ausgemacht, dass die Bücherwürmer und Vielleser - also ihre wichtigsten Kunden - auf Dauer beim klassischen Buch bleiben. Noch scheint das Lesen ohne haptisches Umblättern manchem ja fast ein Sakrileg und manchmal muss sogar der Geruch herhalten, um die Überlegenheit des gedruckten Werkes gegenüber dem eBook zu begründen. Auch ich gehörte zu den Skeptikern - und was ist aus mir geworden? Seit genau einem halben Jahr besitze ich jetzt meinen eBook-Reader. In meine digitale Bibliothek wanderten in dieser Zeit 92 Bücher. Davon waren 38 gemeinfreie. 54 eBooks habe ich gekauft, 38 davon fremdsprachige Titel, weil die deutsche Übersetzung entweder nicht zu kaufen oder schlicht zu teuer war.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Im gleichen Zeitraum kaufte ich 12 gedruckte Bücher - 10 davon antiquarisch.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;So, liebe deutsche Verleger, nun seid ihr dran!&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Sat, 30 Apr 2011 17:24:36 +0200</pubDate>
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    <title>Kindlemania</title>
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            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;Nun ist es also passiert: Amazon hat seinen deutschen Kindlestore eröffnet. Wirklich überraschend war das nicht, allenfalls der Zeitpunkt so kurz vor Ostern verblüffte. Erstaunlicher finde ich, dass in manchen Berichten und Kommentaren der Eindruck vermittelt wird, als habe Amazon soeben das eBook erfunden. Auch ich bin überzeugt, dass durch das deutsche Kindleangebot Bewegung in den Markt mit digitaler Literatur kommen wird - zu groß ist die Macht des Onlinehändlers. Außerdem eröffnet das »Kindle Direkt Publishing« neue Möglichkeiten für Autorinnen und Autoren. Mittel- und langfristig können diese und andere eBook-Plattformen das Machtverhältnis zwischen Verlagen und Autoren tatsächlich zugunsten der schreibenden Contentlieferanten verschieben. Auf jeden Fall wird Bewegung in die Honorierung schriftstellerischer Arbeit kommen. Das ist gut, auch wenn es nicht so einfach ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Eine Ahnung von den Schwierigkeiten bekommt, wer sich anschaut, wie der Schriftsteller und Verleger &lt;a href=&quot;http://1668cc.wordpress.com/2011/04/27/was-soll-das-ebook-kosten-ha/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Richard K. Breuer&lt;/a&gt; versucht, den »richtigen« Preis für seine eBooks zu finden.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;In diesem Beitrag soll es aber darum gehen, warum ich mir als eBook-Viel-Leser auf gar keinen Fall einen Kindle kaufen werde. So, jetzt ist die Katze aus dem Sack und wir können uns den Tatsachen zuwenden.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Beginnen wir mit der Hardware. Der Kindle ist ein gutes Lesegerät. Davon konnte ich mich vor ein paar Wochen auf Bali überzeugen. Eine Nachbarin - US-Amerikanerin - lieh mir ihren Kindle und ich überließ ihr mein Cybook Opus. Während mich das größere Gewicht des Amazongerätes und der zumindest gefühlt langsamere Seitenwechsel störten, stellte sie völlig überrascht fest, dass es andere, funktionierende Lesegeräte gibt, die nicht einmal aus Amerika stammen. Schlussendlich blieben als einzige Vorteile die Tastatur zum Eingeben von Notizen, die direkte Shopanbindung via W-Lan und der geringere Preis. Der Kindle tut seinen Dienst zufriedenstellend, das sei noch einmal gesagt. Die Vorteile allerdings lösen sich meines Erachtens bei genauerer Betrachtung in Luft auf.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Weil der Kindle das ePub-Format nicht unterstützt, kann man seinen Lesestoff ausschließlich bei Amazon kaufen, will man nicht auf das weit weniger komfortable PDF-Format ausweichen. Shopanbindung heißt hier also nichts anderes, als dass man in ein geschlossenes System gezwungen wird. Der günstige Preis - Vorteil 2 - ist Teil des Amazon Geschäftsmodells, in dem der Reader subventioniert wird, um durch Kundenbindung möglichst hohe Umsätze im eBook-Verkauf zu erzielen. Nebenbei: Es wundert mich immer wieder, wie wenig sich die Jünger von »His Steveness« oder die Amazongläubigen an dieser Knebelung stören, obwohl sie gleichzeitig allerorten und laut mehr »open source« fordern.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Bleibt als dritter Vorteil noch die Tastatur, die ich bei meinem Cybook nie vermisst habe. Außerdem kann der Kindle keine Umlaute, wie einige Nutzer inzwischen überrascht feststellten, als sie versuchten, Autoren oder Titel direkt mittels Lesegerät im Shop zu suchen.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;(Memo an mich: Sollte ich ein eBook veröffentlichen, schreibe ich meinen Namen besser mit oe statt mit ö, sonst kann mich der geneigte Leser via Kindle gar nicht im dazugehörenden Shop finden.).&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Amazon bietet also keine Hardware, die anderen Lesegeräten derart überlegen ist, dass dadurch die Nachteile eines proprietären Systems aufgewogen würden.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Bliebe als einziges Argument, doch einen Kindle zu kaufen, ein deutlich größeres oder preiswertes Angebot an Lesestoff. Zumindest im deutschsprachigen Bereich ist das nicht der Fall, wie sollte es auch! Schließlich stellen die Verlage die Handelsware eBook zur Verfügung. Auch bei Amazon sind also längst nicht alle deutschsprachigen Neuerscheinungen digital erhältlich und billiger als in anderen eBookshops sind sie dank Preisbindung auch nicht.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Anders sieht es bei englischsprachigen Büchern aus und damit ist paradoxerweise der einzige für mich erkennbare Benefit des &lt;em&gt;deutschen&lt;/em&gt; Kindleshops genannt. Endlich wird es leicht, Literatur in der Originalsprache zu kaufen.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Ich bin ein großer Verehrer von Philip Roth, dessen neues Werk »Nemesis« sein deutscher Verlag (Hanser) bisher nicht digital publiziert hat. Wer das Werk lesen will, soll halt das Hardcover für 18,90 Euro kaufen, so das offensichtliche Kalkül. Dank Amazon ist es zumindest für Menschen mit hinreichenden Englischkenntnissen mit dieser Gängelung vorbei. Im Kindlestore ist das eBook in Originalsprache für wohlfeile 11,79 Euro zu haben.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;So wird »Nemesis« demnächst mein erstes Kindle eBook sein. Lesen allerdings werde ich es dank verfügbarer App auf meinem noch zu erwerbenden Pad. Ohne Apfel auf der Rückseite versteht sich. Dazu mehr, wenn es so weit ist. &amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Übrigens: Natürlich gibt es Nemesis auch als eBook in deutscher Sprache - kostenlos und leicht zu beschaffen als Piratenkopie.&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Wed, 27 Apr 2011 16:42:34 +0200</pubDate>
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    <title>Krimiperlen</title>
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            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;Wo ich gerade bei Literaturempfehlungen bin: Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich krimisüchtig bin? Nein? Nun denn: Ich liebe Krimis, allerdings wird diese Liebe oftmals auf eine harte Probe gestellt. Allzu oft lasse ich mich von einem spannenden Klappentext verführen und muss schon nach wenigen Seiten feststellen, dass der Autor des Romans bei weitem nicht die Qualität des Verlags-Werbetexters hat. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass mein Krimigeschmack nicht massen- respektive gegenwartskompatibel ist. Zu viel Blut widert mich an und medizinisch exakte Beschreibungen aus der Pathologie langweilen mich. Die letzten Skandinavienkrimis, die mich begeisterten, stammten von Sjöwall/Wahlöö. Alles, was danach aus dem hohen Norden kam, war mir zu düster und zu grübelnd. Mir liegen eher die anglo-amerikanischen Autoren mit der unangefochtenen Meisterin des Suspense an der Spitze: Patricia Highsmith. Von den Gegenwartsautoren sei hier Ian Rankin genannt, dessen Inspektor Rebus der Prototyp eines Krimi-Cops in einer modernen, urbanen Gesellschaft ist. Rankins Geschichten erfüllen die höchsten Ansprüche an Krimiunterhaltung, sie sind tatsächlich moderne Gesellschaftsromane, was man leider in der Krimi-Massenkost nur selten findet. Ganz nebenbei sind sie auch noch Regionalkrimis, denn neben John Rebus spielt Edinburgh, die schöne Stadt am Abgrund, die Hauptrolle - ganz ohne Heimattümelei oder den platten, klischeehaften Humor, der viele deutsche Regiokrimis so unerträglich macht.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Doch genug geschwelgt von alten Meistern, auch in der jungen Garde der Krimiautorinnen und -autoren finden sich Virtuosen. Eine habe ich gerade entdeckt und empfehle sie allen Liebhabern anspruchsvoller Krimikost - wobei die meisten sie vermutlich schon längst kennen, denn Krimileser sind Trüffelschweine, ständig auf der Suche nach neuen Kostbarkeiten. Außerdem ist die Angesprochene preisgekrönt und in den Bestsellerlisten vertreten. Die Rede ist von Tana French (37), einer gebürtigen US-Amerikanerin, die in Italien und Malawi aufwuchs und seit über 20 Jahren in Dublin lebt. Ihre drei bisher veröffentlichten Romane »Grabesgrün«, »Totengleich« und »Sterbenskalt« gehören für mich zum Besten, was in den letzten Jahren in diesem Genre erschienen ist. Dabei seien alle gewarnt, die für den abendlichen Thrill vor dem Einschlafen Massenmörder und Blutorgien erwarten. Das hat Tana French nicht nötig, sie braucht keinen Serienkiller, um zu zeigen, zu welcher Niedertracht Menschen fähig sind. Ihr reicht ein Mord und das Beziehungsgeflecht zwischen Täter, Opfer und Ermittler. Dabei leuchtet sie die Seelen ihrer Figuren tief aus, vor allem die der (mit-)leidenden Polizisten, die sie von einer Minute auf die andere aus der Leichtigkeit des Alltags an den Abgrund des Bösen führt. Nur wenigen Autoren gelingt es so virtuos wie Tana French, die Interaktion von Tätern, Opfer und Ermittlern akribisch zu sezieren, ohne eine der Personen bloßzustellen oder zu überhöhen.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Noch ein Tipp: Obwohl jedes Buch einen anderen Ich-Erzähler hat, gibt es Verweise auf die vorigen Geschichten, weshalb man die Romane am besten in der Reihenfolge ihres Erscheinens liest. Denn lesen sollte man sie!&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Ach ja, wen es interessiert: Gerade verschlinge ich »Der Gewinner geht leer aus« von Richard Stark. Ganz anders und ebenfalls großartig.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Für Hinweise und Tipps zu ähnlich guten Kriminalromanen bin ich dankbar - gerne auch in den Kommentaren.&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Thu, 07 Apr 2011 16:06:54 +0200</pubDate>
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    <title>Späte Rehabilitation</title>
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            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;Ich war schon immer ein Vielleser. Böse Zungen behaupten bisweilen, ich sei bis heute ein wahllos Lesender, was meines Erachtens nur eine Diffamierung von Neugier ist.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Die Helden meiner Kindheit hießen Nathaniel Bumppo, Robinson, Kalle und Eva-Lotta. Sie lebten in Amerika, in Schweden oder auf der Hacienda „Die weiße Rose” in Mexiko.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;In der Schule faszinierten mich vor allem Autoren des frühen 20. Jahrhunderts: von Döblin über Hesse, die Gebrüder Mann bis Kurt Tucholsky, Anna Seghers und Stefan Zweig. Eine Art fanatische Zuneigung empfand ich zudem für Sartre und mehr noch für Camus - und das ging weit über das rein Literarische hinaus. Nein, ich trug keineswegs nur schwarz, aber kein anderes Theaterstück hat mich je so beeindruckt wie eine Inszenierung des »Belagerungszustandes« im Münsteraner Stadttheater, ich war damals gerade 16 Jahre alt. Und kein Film hat mich später so angerührt und zugleich verstört aus dem dunklen Kinosaal gelassen wie Jean Delannoys »Das Spiel ist aus«, dessen Drehbuch Sartre schrieb.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Mein literarisches »Selbstbewusstsein«, sprich die Fähigkeit und den Willen mir meine eigene Meinung über ein Buch zu bilden, unabhängig davon, was Literaturkritik und vermeintliche Autoritäten dazu sagen, förderte aber vor allem ein lange währender Streit mit meinem Deutschlehrer. Im 12. Schuljahr sollte jeder Schüler sein Lieblingsbuch in einem Referat vorstellen. Es war vorhersehbar, welche Titel genannt wurden. Mit Böll, Grass, Lenz, Dürrenmatt und Frisch konnte man nichts falsch machen. Nicht, dass ich diese Autoren nicht gelesen hätte, aber nur mein Freund Uli und ich nahmen die Aufgabe ernst und wählten tatsächlich unsere Lieblingsautoren aus. Uli entschied sich für B. Traven und ich für den einzigen Schriftsteller, von dem ich schon damals jede Zeile gelesen hatte: Hans Fallada. Der Lehrer war entsetzt. Traven kannte er gar nicht und Fallada war in seinen Augen ein trivialer Vielschreiber.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Ich hielt das in meinen Augen beste Referat meiner Schulzeit über »Jeder stirbt für sich allein«, dessen Resümee lautete: »Ich kenne kein aufrichtigeres Buch über den Alltag im Nationalsozialismus als dieses.« Nicht zuletzt damit löste ich das Kopfschütteln des Lehrers aus. Trotzdem blieb ich dabei, und als ich Fallada dann auch noch als einen der bedeutendsten deutschen Erzähler bezeichnete, war das Urteil gefällt und ich musste mit meiner »drei minus« zufrieden sein.&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;In diesen Tagen erlebt Hans Fallada eine Renaissance. In Großbritannien erschien unter dem Titel »Alone In Berlin« eine Neuübersetzung, die zum Bestseller wurde und bis jetzt mehr als 300.000 Exemplare verkaufte. In den USA, wo europäische Literatur traditionell kaum wahrgenommen wird, heißt das Buch »Every Man Dies Alone«. Verkaufte Auflage dort: 200.000 Stück. Kritiken sprechen von einem literarischen Großereignis und der Wiederentdeckung eines Schriftstellers, der einen Platz in der Weltliteratur verdient.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Jetzt schwappt die Welle auch nach Deutschland zurück. Erstmals ist »Jeder stirbt für sich allein« in einer &lt;a href=&quot;http://www.aufbau-verlag.de/index.php/jeder-stirbt-fur-sich-allein-1476.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;ungekürzten Originalfassung&lt;/a&gt; erhältlich, die sich stark von der alten Version unterscheidet. In ihr zeigt sich noch deutlicher als in der stark verkürzten und veränderten Fassung, was für ein großartiges Buch es ist. »Lesen!«, möchte ich jedem zurufen.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
&lt;div&gt;Ob mein alter Deutschlehrer wohl registriert, welche Wertschätzung Fallada heute erfährt. Was er wohl jetzt von dem einstmals abgelehnten Autor hält, der es bis in die aktuelle &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/kultur/charts/0,1518,458991,00.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Spiegelbestsellerliste&lt;/a&gt; geschafft hat? In vier Wochen fahre ich zum Klassentreffen. Vielleicht kommt er ja vorbei und ich kann ihn fragen.&amp;#160;&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Wed, 06 Apr 2011 12:43:44 +0200</pubDate>
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    <title>Bücher wirken</title>
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            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;Über den Bestseller „Eat, Pray, Love“ von Elisabeth Gilbert ist schon viel geschrieben worden, auch von mir und zwar &lt;a href=&quot;http://www.schreibtaeter.eu/index.php?/archives/104-Lest-Sachbuecher!.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.schreibtaeter.eu/index.php?/archives/106-Eat-Pray-Love-Der-Film.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;. Man kann über das Buch und die Motivation der Autorin sagen, was man will, die Wirkung ist unbestritten. Wir können uns im Moment ein Bild davon machen. Der dritte Teil mit dem Titel „Liebe“ spielt im balinesischen Ubud, meinem Winterquartier. Nachdem sich die Heldin zunächst in Rom den kulinarischen Genüssen und danach in Indien der spirituellen Erfahrung gewidmet hat, sucht und findet sie auf Bali die große Liebe. So weit, so kitschig. Vor allem der Film lässt kein Klischee über die „Insel der Götter aus“. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb machen sich mehr und mehr Frauen auf und folgen den Spuren von Mrs. Gilbert. Anders ist die große Zahl alleinreisender Damen mittleren Alters nicht zu erklären, die man auf den Straßen etwas ratlos umherstreifen sieht. Manchen ist die Enttäuschung anzumerken. Das idyllische, kleine Dörfchen aus dem Film erweist sich zumindest tagsüber als laute und hektische Kleinstadt mit allnachmittäglichem Verkehrsstau auf der Hauptstraße. Der pittoreske Markt ist schon lange eine der übelsten Touristenfallen der Insel und statt balinesischer Gamelanmusik dröhnt aus immer mehr Cafés und Restaurants der neueste Hit westlicher Prägung.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Ach ja, auch der sympathisch unwiderstehliche Latin Lover.von dem die Roberts umgarnt wird, &amp;#160;ist eher Mangelware. So werden sicherlich manche der suchenden Damen zur leichten Beute der „Ubud Cowboys“, eloquenter junger Männer, deren Zuneigung spielend zu erobern ist. Später, wenn die Dame fest an der Angel hängt, werden deren Klagen über die kaum aufzubringenden Kosten für die Heilbehandlung der Mutter oder den dringend benötigten Rollstuhl des Vaters immer drängender. Oder auch die hauptsächlich bei Lehrerinnen angewendete Mär vom eigenen Studium, für das man sich die unabdingbar benötigten Bücher nicht leisten könne. Der Geschichten gibt es viele und die meisten Damen dürften zahlen, entweder, weil sie nicht merken oder wahrhaben wollen, dass die Liebe dieser Cowboys eine Ware ist, oder aus Scham.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Dem Lärm der Kleinstadt wie Julia Roberts mit dem Fahrrad über herrliche, autofreie Wege zu einem einsamen, palmengesäumten Strand zu entfliehen, gelingt nur im Traum der darauf spezialisierten Filmfabrik in Hollywood. In Wahrheit sind es 45 Autominuten über schlechte, dazu oft verstopfte Straßen.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Morgen werden wir mal am Wohnhaus von Ketut Liyer vorbeifahren. Der Heiler und Wahrsager, der Elisabeth Gilbert einst voraussagte, sie werde nach Bali zurückkehren und dort der Liebe ihres Lebens begegnen, ist nämlich real. Angeblich stehen jeden Morgen die Wahrheitsuchenden Schlange, um für 30 Dollar eine aufgrund der geringen Englischkenntnisse des Sehers eher rudimentäre Zukunftsdeutung zu erhalten. Im Dorf erzählt man sich hinter vorgehaltener Hand, der alte Mann leide wegen der mit der großen Nachfrage einhergehenden Belastung an einer Art Burn out. Bücher wirken eben. So oder so.&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Tue, 18 Jan 2011 10:44:59 +0100</pubDate>
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    <title>Digitales Lesen - ein Erfahrungsbericht</title>
    <link>http://www.schreibtaeter.eu/archives/139-Digitales-Lesen-ein-Erfahrungsbericht.html</link>
            <category>Der Täter schreibt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matthias Brömmelhaus)</author>
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    &lt;div&gt;Seit gut zwei Monaten besitze ich nun einen E-Book-Reader - Zeit, noch einmal darüber zu schreiben. Zur Erinnerung: Ende Oktober verramschte Hugendubel das Cybook Opus für 99 Euro (vorher 249,--) und bei dem Angebot konnte ich nicht widerstehen. Über meine anfängliche Begeisterung und diverse Schwierigkeiten beim Kaufen fremdsprachiger E-Books habe ich &lt;a href=&quot;http://www.schreibtaeter.eu/index.php?/archives/116-Lesen-2.0.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.schreibtaeter.eu/index.php?/archives/118-Am-Gaengelband.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; schon berichtet. Dass ich die richtige Wahl bei der Hardware getroffen habe, bestätigte mir heute Morgen&lt;a href=&quot;http://rabenblut.blogspot.com/2011/01/oyo.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; Nikolas Blogbeitrag&lt;/a&gt; über ihre ersten Erfahrungen mit dem E-Book-Reader »Oyo«, dem Hausgerät von Thalia. Sie attestiert die auch in manchen Besprechungen bemängelten Schwächen in der Handhabung und den zu geringen Kontrast des Touchscreen-Monitors. Mein Opus weist derartige Mängel nicht auf, vor allem, nachdem ich die Firmware upgedatet habe, was zwar nicht ganz so funktionierte, wie auf der Herstellerwebsite beschrieben, dank einiger im Internet publizierter Hinweise von Nutzern aber gelang. Jetzt bootet mein Reader in wenigen Sekunden und verfügt über einen »Schlafmodus«, im dem das zuletzt gelesene Buch im Nu an der gleichen Seite geöffnet wird. Der Stromverbrauch bleibt auch in diesem Zustand so niedrig, dass eine Akkuladung für rund zwei Wochen reicht - und das bei intensiver Nutzung.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Mittlerweile möchte ich meinen Reader nicht mehr missen. Man gewöhnt sich schnell an das etwas andere Lesegefühl, denn die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Das geringe Gewicht zum Beispiel macht die Bettlektüre dicker Schmöker, die ansonsten zu Verspannungsschmerzen führten, zum Vergnügen. Das kontrastreiche E-Ink-Display ermöglicht stundenlanges, ermüdungsfreies Lesen. Ein gewaltiges Plus ist die Gewichtsersparnis auf langen Reisen. In ein paar Tagen fliegen wir in unser Winterdomizil - mit geschätzten 10 Kilo weniger Gepäck als in den Jahren zuvor.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Kommen wir zum Lesestoff und seiner Beschaffung. Inzwischen liegen auf meinem Lesegerät einige Dutzend Titel, neben den gekauften auch manche gemein- und damit kostenfreien Klassiker, die ich schon lange erneut (oder auch zum ersten Mal) lesen wollte. Vor allem fremdsprachige Titel sind problemlos, augenblicklich und dank der Suchmaschine &lt;a href=&quot;http://luzme.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Luzme&lt;/a&gt; auch preiswert zu erwerben - in der Regel einfacher und deutlich preisgünstiger als die deutschsprachige Ausgabe, was mich animiert, vermehrt Titel im Original zu lesen. Ein weiterer Vorteil!&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Beim Kauf habe ich mir übrigens eine klare Selbstbeschränkung auferlegt. Ich kaufe grundsätzlich keine E-Books mit DRM-Schutz. Wenn ich für eine Ware bezahle, will ich auch über sie verfügen. Ein legal erworbenes digitales Buch möchte ich genauso an Freunde und Bekannte verleihen können wie eine Printausgabe. Verlage, die ihre Leser quasi vorauseilend der Piraterie beschuldigen, bekommen von mir keinen Cent. Zudem gibt es andere Verfahren (z.B. digitale Wasserzeichen), die Interessen von Verlagshäusern und Autoren zu schützen, ohne die Rechte des Käufers mit Füßen zu treten bzw. ihn zu kriminalisieren.&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Weil wir gerade beim Thema sind: Wenn ich ein neu erschienenes Buch als teures Hardcover erworben habe, sollte ich dann nicht die E-Book-Version als kostenlose Zugabe erhalten? Also ich sehe das so!&amp;#160;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Bleibt noch ein Problem zu lösen. Meine Frau, die mich wegen meines Technikspleens belächelte, als ich den Reader bestellte, ist inzwischen begeisterte Anhängerin des digitalen Lesens und macht mir mehr und mehr die Benutzung des Geräts streitig. Mittelfristig wird der bald 25 Jahre währende Ehefriede nur durch die Anschaffung eines weiteren Readers gerettet werden können. Wenn sich die hymnischen Kritiken des &lt;a href=&quot;http://www.blogspan.net/9405-notion-ink-adam-das-wunder-von-2011.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Notion Ink Adam&lt;/a&gt; als wahr herausstellen sollten, überlasse ich meiner Frau das Cybook Opus in Zukunft gerne zur Alleinbenutzung. Wobei: Vermutlich gibt es dann einen neuen Zankapfel - und das ganz ohne angebissenen Apfel auf der Rückseite des Brettchens.&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Tue, 04 Jan 2011 17:52:28 +0100</pubDate>
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